5 Minuten

Lebenszeichen *

 

Eine leichte Leere herscht hier schon seit einiger Zeit und ein daraus resultierendes schlechtes Gewissen auch. 

Deshalb habe ich mir gedacht, ich werde einen kürzeren Eintrag schreiben. Löblich löblich. 

 

Also, was gibt es bei mir neues?

 

Ich sitze gerade im Bett, und höre Muse. Es ist schön warm super bequem. Meine Beine sind so verdammt müde (Zu viel Tanzen, Volleyball und Yoga ^^). 

Nein, es ist nicht meine Mando Diau Cd, die mir meine überallesgeliebte Schwester zugeschickt hat. Die Cd die gerade läuft habe ich heute erst bekommen. Von Foster, einem Kollegen, der mit mir im Februar ein Skicamp mit unseren Konfirmanden geleitet hat.

An einem Tag, haben wir einen unserer Konfis auf der Piste verlohren. Ich musste Fosters Auto nehmen und Hilfe holen. Etwas verquere Geschichte. Aber das Autofahren war der hammer. Mein Clio fehlt mir viel zu sehr. Im Cd-Deck lag die Muse Cd, deshalb wollte ich sie dann unbedingt haben. 

 

 

Das war also ein kleiner Wink aus meinem Leben. Dieses Camp war echt super. Davor war ich auch noch auf einem FSJ-ler Seminar in Cannes. 180 Grad Meerblick. Es hat drei Tage lang geregnet und gestürmt. War trotzdem sehr schön, die ganzen anderen Freiwilligen wieder zu sehen.

 Jetzt bin ich wieder in Grenoble. Arbeiten muss ich mal wieder nicht so viel. Ich genieße meine Freizeit. Ich habe jetzt mit Volleyball und Yoga angefangen. Feiere ordentlich mit meinen Freunden. Die Ski Saison ist jedoch schon etwas vorbei.

 

Jedenfalls gefällt es mir hier im moment richtig gut. 

Das wollt ich nur sagen

 

Grüße nach Deutschland, 

Anne-Kristin

 

5 Kommentare 7.3.09 23:55, kommentieren

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Meine Arbeit

Hier sieh man mal wieder nicht Grenobles Wahre schönheit, aber die drei Türme und das Schlangenförmige Haus sind hier ziemlich bekannt.

 

Mein lieblingsplatz: Place de Verdun. Und im Hintergrund unsere Wunderschöne Bastille

 

 

Hallo .

Ich habe gerade einen Bericht für meine Organisation verfasst, und mir gedacht, dass ich den mal Online stelle, dann bekommt ihr nen besseren Eindruck, was ich heir eigentlcih so mache; da meine Einträge ja relativ rar sind.

 

Liebe Grüße,

Anne

 

DjiA-Bericht von Anne-Kristin




„Wie anders hier doch alles ist“, war einer meiner ersten Gedanken, als Tobi anfing mir von seiner Arbeit im Altenheim von Valence zu erzählen. Morgens um 10 geht’s los, mit einer Stunde Pause, arbeiten bis 18 Uhr. Rollstühle schieben, ältere Menschen füttern, scrabble spielen und sich neue Animationen für die Bewohner des Altenheims ausdenken.



Der Aspekt des kennen- und lieben-Lernens der Älteren, das tägliche Miteinander und die Chance an Erinnerungen der Älteren teilhaben zu dürfen, schien mir da schon wesentlich interessanter, aber der Eindruck „hier ist alles so anders“ blieb.



Denn ich liege des öfteren morgens um 10 noch im Bett. Kann man ja auch verstehen, wenn die Kirchenvorstandssitzung oder die Vorbereitung für den Kindergottesdienstag, mal wieder die 23 Uhr Marke überschritten. Und das ist normal so spät zu arbeiten? In Anbetracht der Tatsache, dass die meisten meiner Mitarbeiten, neben ihrer ehrenamtlichen Arbeit, einem Beruf nachgehen, schon. Ihnen steht deshalb nur der Abend oder das Wochenende zur Verfügung um Gruppenstunden und Co vorzubereiten.



Nach dem Frühstück geht es meist kurz auf den Mark, der sich gleich nebenan befindet und eine Fülle von frischen Waren bietet. Ist sehr praktisch, da ich mich selbst versorgen muss. Es ist wirklich spannend das erste Mal alleine zu leben und so viel Verantwortung für sich, und definitiv auch für seine Arbeit, zu haben.



Wieder zu hause angekommen, geht es erst einmal an den Computer: Mails beantworten, Treffen vereinbaren, recherchieren und Protokolle schreiben.


Schwer zu erklären, und auch teils zu definieren; ja, genau das trifft auf meine Arbeit zu. Man könnte es jedoch so versuchen: Es gibt einen Teil der dem Diakonat und einen der der Kirche an sich, untergeordnet ist, das heißt der „paroisse protestant d'égilse reforme de Grenoble“.



Donnerstags arbeite ich für eine Art Tafel, die Essenspakete an Personnen abgibt, die sich in einer finanzielle Misslage befinden. Mittwochs kommt dann immer der Lastwagen von der Alimentenbank. Die Produkte werden abgeladen, gezählt und es wird herruntergerechnet, wie viel jede Person bekommt. Sein es Produkte, die ihr Verfallsdatum schon fast erreicht haben, und deshalb von den Supermärkten abgegeben oder speziell für die Alimentenbank hergestellt werden. Donnerstags werden sie dann an unsere Klienten abgegeben. Die beim Warten auf ihr Paket von uns mit Kaffee und Kuchen versorgt werden. Dort bekommt man teils sehr traurige, aber auch erstaunliche Geschichten zu hören. Und man merkt, dass selbst zuhören, oft schon sehr hilft.



In der Kirche bin ich größtenteils im Bereich Jugendarbeit tätig: Kindergottesdienst, Konfirmandenunterricht und Studentengruppen. Die finden entweder wöchen- der monatlich statt, müssen aber auch gut vorbereitet werden.

An den Vorbereitungsstunden für den Kindergottesdienst, mag ich besonders, da es nicht nur um die Vorbereitung an sich geht, sondern auch darum, dass wir als Betreuergruppe weiter lernen, interessante Hintergrundinformationen erfahren und über vieles diskutieren können.



Für jede Gruppe gibt es andere Betreuer, das heißt, ich arbeite mir unglaublich vielen Menschen, unterschiedlichsten Alters, Herkunft und Motivationsgründen zusammen. Da kann einem gar nicht der Anschluss fehlen und es ist fast unmöglich sich mal allein zu fühlen.



Da meine Arbeit sehr viel mit Religion, bzw. ihrer praktischer Übermittlung dient, war die französische Sprache anfangs ein sehr großen Hindernis. Aber, man wächst an seinen Ansprüchen, und denen Anderer; außerdem war man mir beim Erlernen auch äußerst behilflich.

Anfangs war ich fast jeden Tag bei einem anderen Gemeindemitglied zum Essen eingeladen und es stellte sich gleich zu Anfang eine ehemalige Deutschlehrerin bereit, mir Unterricht zu geben. Auf diese Art und Weise wurde ich schnell des Französisches mächtiger und lernte Land, Leute und unsere Kirche besser kennen.



Mittlerweile bin ich weniger oft zum Essen eingeladen, aber ich hab sonst auch genügend zu tun. Gerade bin ich dabei meinen Workshop für unser Ski-Camp vorzubereiten. Wir werden mit unserer dritten Konfirmanden- und unserer Jugendgruppe eine Woche im Schnee verbringen. Es geht bei meinem Workshop darum, sich kreativ mit den Erfahrungsberichten ehemaliger Drogenabhängiger auseinander zusetzten. Das Thema des Camps ist: Abhängig- und Unabhängigkeit.

Hier wird es nie langweilig. Und sollte es mir einmal nicht so gut gehen, habe ich in meinem Studentenwohnheim schon sehr viele Freunde gefunden, mit denen ich über alles reden, mir einen Ausgleich zur Arbeit schaffen oder Grenoble erkunden kann!




 

 

 

10 Kommentare 23.1.09 10:13, kommentieren

Einundzwanzigster Oktober Zweitausend acht, Zwölf Uhr dreiunddreißig

Nun sind es schon sechs Wochen seit ich hier in Grenoble angekommen bin und mich auch schon ausgesprochen gut eingelebt habe.

Wie schon erwähnt, wohne ich in einem Mädchenstudentenwohnheim im Stadtzentrum. Hier kann man sich so richtig wohl fühlen.

Wenn man sich an das Treppensteigen gewöhnt hat und daran, dass man nicht genügend Platz zum Unterbringen seiner Kochutensilien in der Gemeinschaftsküche hat, ist es hier echt super.

Wir sind ca. 80 Mädchen und es ist dementsprechend relativ einfach Freunde zu finden, bzw. sich seine Sprachkenntnisse in jeglicher Hinsicht aufzubessern.


Morgens bin ich jedoch leider ziemlich oft alleine, da meine Arbeit sich eher auf den Nachmittag und Abend beschränkt. Die Zeit nutze ich jedoch um entlang der Isere joggen zu gehen, auf den zahlreichen Märkten einkaufen zu gehen, oder meine Grupen vorzubereiten.


Momentan ist das nicht so einfach, da unser Internet nicht funktioniert. Aber wo ich schon beim Thema Arbeiten bin; ich arbeite zweimal die Woche im „L'Echoppe“. Das ist eine Teil des Diakonats. Wir werden von der Bank Alimentair, größeren Supermärkten und teilweise auch von der EU mit Nahrungsmitteln beliefert, die wir dann an Leute weitergeben, die aus unterschiedlichsten Gründen finanziell benachteiligt sind. Mittwochs nachmittags wird dann große Laster entladen, sämtliche Waren werden gezählt und es wird runter gerechnet wie viel jede Familie bekommt. Die Sachen werden dann Mittwochs zum größten Teil schon in Kartons für jeweils 1-8 Personen gepackt und Donnerstags kommen dann Früchte und Gemüse, sowie Brot und andere Backwaren hinzu.


Das heißt also Mittwochs Kisten schleppen, und Donnerstags früh aufstehen. Unsere Mannschaft besteht aus ca. 20 Freiwilligen, davon sind 15 etwas ältere Frauen. Meine Vorgängerin hat sie dann liebenswerter Weise 'Grannies' getauft. Das passt auch ganz gut, jedoch: Auch Grannies können manchmal echt giftig sein, besonders unter sich und widersprechen gibt es auch nicht .

Wir haben aber noch einige starke Männer, zB Jeff, er kommt aus Kalifornien und ist hier irgendwie gestrandet. Aber das ist nicht meine einzige Möglichkeit Englisch zu sprechen. Es gibt zB. Noch Allison. Sie ist waschechte Britin, und spricht ein bezauberndes Britisch Englisch. Mit ihr war ich letzte Woche in einer Schule für Hoteliers essen. Die Köche, Kellner und co. waren noch im ersten Lehrjahr und unser 'Serviteur' noch etwas unbeholfen mit seinen 15 Jahren. Es ist ja auch nicht fair, wenn die ganze Zeit der Oberkellner hinter einem steht und sich Notizen mach. Unser lieber Junge hat mich alle drei Minuten zum Lachen gebracht. Sei es dadurch, dass er ein halb volles Wasserglas hoch heben wollte und es dabei geschafft hat, sich dessen Inhalt über zu leeren, oder als er die Quiche beim Schneiden über den halben Tisch geschleudert hat. Aber, das ganze hat meine Muscheln im Kohlmantel auf Weißweinsoße nicht weniger delikat schmecken lassen. (Nein, zum Gourmet werde ich hier nicht, dass ist in einem Studentenwohnheim einfach unmöglich)


Also, das ist ein Teil meiner Arbeit, Essen ausgeben und von Leuten aus der Gemeinde zum Essen eingeladen werden. Leider wurde mir mein Termin heute abgesagt. Ich hatte mich schon so drauf gefreut. Bei diesem Ehepaar war ich nunmehr schon vier mal. Wir essen immer zusammen und danach lernt Angelique noch mit mir Französisch. Ihr Mann, Jean-Phillipp ist im Kirchenvorstand. Von Stil, Auftreten und Vokabular her, sind sie auch so, wir ich mir 'richtige Pariser' (Sie haben dort aber nur ca. 20 Jahre gelebt) vorstelle, edel und elegant, aber unglaublich bemüht. Nun ja, heute war Angelique krank. Mit ihren geschätzten 70 Jahren, darf sie das ja auch.

Mhm, ich werde nun mal zum Ende kommen. Denn ich weiß wie unglaublich lang lange Einträge sein können. Zusammenfassend kann man nämlich einfach sagen, dass ich mich hier Pudelwohl fühle, aber mich auch über jeglichen Besuch freue, sei es die Hilke, Stephan, oder Tobi und Caro (die am Sonntag nochmal spontan da waren).


Also liebe Grüße, et vive la France!Ja, die Fotos sollen den Test ein wenig auflockern. Aber ich bin mir sicher: Hilke wird das letztere lieben!!!

3 Kommentare 21.10.08 17:24, kommentieren

Administrativ

So, die hier ist erstmal meine Postadresse im Studentinnen-Wohnheim:

Foyer Etudiant

Residence International 

Anne-Kristin L... #209 

4 rue Ste Ursule

38000 Grenoble

France

 

Ich freue mich über Post

Telefonnummer gibt es auch noch:

033 (0) 4 76 42 00 84

Ich werde aber noch Bescheid geben, ab wann ich im Wohnheim sesshaft bin

 

 

5 Kommentare 12.9.08 14:57, kommentieren

September 10, 2008 17:57

Bienvenue à Grenoble, das steht als erster Eintrag in meinem neuen Kallender, 8. September 2008.

Genau genommen bin ich eher in St._Hillair_de_ Themmes angekommen. Ich habe bisher nämlich nur ungefähr eine viertel Stunde lang Grenobler Luft geschnuppert.

Bis Montag war ich noch auf meiner 'Session' in Straßbourg. Diese fünf Tage hatten es wahrlich in sich. 

Lang und ausdauernd haben wir uns so manche Vorträge und viele andere Programmpunkte, jeweils in französich und dann nochmal in englisch und deutsch angehört. Denn es gab unter und 70 Frewilligen, von denen über die Hälfte aus Deutschland kamen, so einige die rein garnichts verstanden haben. Es war lang und anstrengend, dafür waren die abende im Kreise deutscher Freunde wesentlcih entspannter. Am spannendsten war der Samstag, da haben wir nämlich ein paar Clubs unsicher gemacht.

Am Montag ging es mit dem Zug dann ab nach Lyon, wo ich mich von meinen letzten Freunden verabschieden musste.

 Am Bahnhof wurde ich von Delphine (der jungen Pastorin meiner Kirche) und Joel, meinem 'Gastvater' abgeholt.

Ich werde bis Sonntag nun erst einmalhier bleiben, und dann in mein Studentenwohheim ziehen. Hier soll ich mich erst mal ausruhen udn aklimatisieren. Das kann man hier auch ganz gut, obwohl sich mein Hirn in ständiger Dauerüberlastung befinden. Die reden schon verdammt schnell die Franzosen, und alles ermüdet einen Extrem. Meine Mama fänd es heir bestimmt ganz toll. Gestern waren wir ne Stunde wandern (diese Berge haben es in sich) und dann in einer Töpferei, und heute dann Brombeeren sammeln. Achso, gestern hab ich mit Joal noch ne Tour über das Plateu gemacht, mit dem Tandem. Das ist eins, auf dem einer liegt und der andere normal fährt.  

Unser Rekord lag bei 60 km/h, natürlich den Berg runter. 

So jetzt werde ich mich etwas zurückziehen und mich zu meinen Lieblings Helden flüchten .

Fühlt euch alle gedrückt.


 P.s. Heut ist sogar mal Gaston aufgetaucht

 

1 Kommentar 10.9.08 18:16, kommentieren

2. September 2008, 15:17 Uhr

Mein letzter Tag in Griesheim, oder besser zu sagen, 'der' letzte Tag. Mit mir hat das hier nicht mehr viel zu tun. Ich bin doch schon irgendwie woanders. Könnte man so sagen. 

Außerdem ist verabschieden so traurig. 

Aber morgen geht es ja los. 

12:30 Uhr Abfahrt. 

Danach 5 Tage in Grenoble. 

Alle liebgewonnenen andern Freiwilligen wiedersehen. 

Fünf Tage Spaß mit Sören, tobi, dem vincent tobi und den Mädels

Die ersten fünf Tage des Zu-hause-vermissens.

Ich denke immer, wer noch nicht gegangen ist, kann auch nicht wieder kommen

Also, ab nach Frankreich.

Nochmal ein riesiges Tschüüüüüüüüüüüss an alle .

P.s. ich freu mich auch über Post: kruemelinchen2003@gmx.de

7 Kommentare 2.9.08 15:25, kommentieren