Meine Arbeit

Hier sieh man mal wieder nicht Grenobles Wahre schönheit, aber die drei Türme und das Schlangenförmige Haus sind hier ziemlich bekannt.

 

Mein lieblingsplatz: Place de Verdun. Und im Hintergrund unsere Wunderschöne Bastille

 

 

Hallo .

Ich habe gerade einen Bericht für meine Organisation verfasst, und mir gedacht, dass ich den mal Online stelle, dann bekommt ihr nen besseren Eindruck, was ich heir eigentlcih so mache; da meine Einträge ja relativ rar sind.

 

Liebe Grüße,

Anne

 

DjiA-Bericht von Anne-Kristin




„Wie anders hier doch alles ist“, war einer meiner ersten Gedanken, als Tobi anfing mir von seiner Arbeit im Altenheim von Valence zu erzählen. Morgens um 10 geht’s los, mit einer Stunde Pause, arbeiten bis 18 Uhr. Rollstühle schieben, ältere Menschen füttern, scrabble spielen und sich neue Animationen für die Bewohner des Altenheims ausdenken.



Der Aspekt des kennen- und lieben-Lernens der Älteren, das tägliche Miteinander und die Chance an Erinnerungen der Älteren teilhaben zu dürfen, schien mir da schon wesentlich interessanter, aber der Eindruck „hier ist alles so anders“ blieb.



Denn ich liege des öfteren morgens um 10 noch im Bett. Kann man ja auch verstehen, wenn die Kirchenvorstandssitzung oder die Vorbereitung für den Kindergottesdienstag, mal wieder die 23 Uhr Marke überschritten. Und das ist normal so spät zu arbeiten? In Anbetracht der Tatsache, dass die meisten meiner Mitarbeiten, neben ihrer ehrenamtlichen Arbeit, einem Beruf nachgehen, schon. Ihnen steht deshalb nur der Abend oder das Wochenende zur Verfügung um Gruppenstunden und Co vorzubereiten.



Nach dem Frühstück geht es meist kurz auf den Mark, der sich gleich nebenan befindet und eine Fülle von frischen Waren bietet. Ist sehr praktisch, da ich mich selbst versorgen muss. Es ist wirklich spannend das erste Mal alleine zu leben und so viel Verantwortung für sich, und definitiv auch für seine Arbeit, zu haben.



Wieder zu hause angekommen, geht es erst einmal an den Computer: Mails beantworten, Treffen vereinbaren, recherchieren und Protokolle schreiben.


Schwer zu erklären, und auch teils zu definieren; ja, genau das trifft auf meine Arbeit zu. Man könnte es jedoch so versuchen: Es gibt einen Teil der dem Diakonat und einen der der Kirche an sich, untergeordnet ist, das heißt der „paroisse protestant d'égilse reforme de Grenoble“.



Donnerstags arbeite ich für eine Art Tafel, die Essenspakete an Personnen abgibt, die sich in einer finanzielle Misslage befinden. Mittwochs kommt dann immer der Lastwagen von der Alimentenbank. Die Produkte werden abgeladen, gezählt und es wird herruntergerechnet, wie viel jede Person bekommt. Sein es Produkte, die ihr Verfallsdatum schon fast erreicht haben, und deshalb von den Supermärkten abgegeben oder speziell für die Alimentenbank hergestellt werden. Donnerstags werden sie dann an unsere Klienten abgegeben. Die beim Warten auf ihr Paket von uns mit Kaffee und Kuchen versorgt werden. Dort bekommt man teils sehr traurige, aber auch erstaunliche Geschichten zu hören. Und man merkt, dass selbst zuhören, oft schon sehr hilft.



In der Kirche bin ich größtenteils im Bereich Jugendarbeit tätig: Kindergottesdienst, Konfirmandenunterricht und Studentengruppen. Die finden entweder wöchen- der monatlich statt, müssen aber auch gut vorbereitet werden.

An den Vorbereitungsstunden für den Kindergottesdienst, mag ich besonders, da es nicht nur um die Vorbereitung an sich geht, sondern auch darum, dass wir als Betreuergruppe weiter lernen, interessante Hintergrundinformationen erfahren und über vieles diskutieren können.



Für jede Gruppe gibt es andere Betreuer, das heißt, ich arbeite mir unglaublich vielen Menschen, unterschiedlichsten Alters, Herkunft und Motivationsgründen zusammen. Da kann einem gar nicht der Anschluss fehlen und es ist fast unmöglich sich mal allein zu fühlen.



Da meine Arbeit sehr viel mit Religion, bzw. ihrer praktischer Übermittlung dient, war die französische Sprache anfangs ein sehr großen Hindernis. Aber, man wächst an seinen Ansprüchen, und denen Anderer; außerdem war man mir beim Erlernen auch äußerst behilflich.

Anfangs war ich fast jeden Tag bei einem anderen Gemeindemitglied zum Essen eingeladen und es stellte sich gleich zu Anfang eine ehemalige Deutschlehrerin bereit, mir Unterricht zu geben. Auf diese Art und Weise wurde ich schnell des Französisches mächtiger und lernte Land, Leute und unsere Kirche besser kennen.



Mittlerweile bin ich weniger oft zum Essen eingeladen, aber ich hab sonst auch genügend zu tun. Gerade bin ich dabei meinen Workshop für unser Ski-Camp vorzubereiten. Wir werden mit unserer dritten Konfirmanden- und unserer Jugendgruppe eine Woche im Schnee verbringen. Es geht bei meinem Workshop darum, sich kreativ mit den Erfahrungsberichten ehemaliger Drogenabhängiger auseinander zusetzten. Das Thema des Camps ist: Abhängig- und Unabhängigkeit.

Hier wird es nie langweilig. Und sollte es mir einmal nicht so gut gehen, habe ich in meinem Studentenwohnheim schon sehr viele Freunde gefunden, mit denen ich über alles reden, mir einen Ausgleich zur Arbeit schaffen oder Grenoble erkunden kann!




 

 

 

23.1.09 10:13

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bisher 9 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Friedolin (25.1.09 17:27)
Hey, schön zu hören, dass es dir gut geht und alles läuft. Ganz viele liebe Grüße aus dem inzwischen gar nicht mehr verschneiten Deutschland (Skicamp klingt super!!!) und ganz viel wünsch ich dir Erfolg, Erfahrungen, Bereicherungen und natürlich auch Freude für die nächsten Monat


Flo (1.2.09 01:42)
Keep your motor running!


Flo (1.2.09 20:02)
Und Fried hat doch CDU gewählt


(11.2.09 17:03)
Hat er das? Ist ja interessant...
Ähm ja, fühl dich gegrüßt, meine Liebe. Ich freu mich schon auf einen Besuch im Hotel Anne

Schreib gerne öfter was...


Cel (11.2.09 17:04)
Jo, ich hoffe. du hättest auch so erkannt, wer ich bin....


Flo (13.2.09 22:19)
...! :P


Cel (16.2.09 15:17)
Wer ist eigentlich Fried?


Flo (17.2.09 13:31)
Na der hier: http://www.youtube.com/watch?v=ZTeNx590XP0


Cel (25.2.09 15:33)
Das glaube ich nicht....

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